• Andrea Hohmann

2. Teil - das gute Gefühl durch bewussten Verzicht

Aktualisiert: 20. Aug 2019

Am 1. März habe ich einen Text über das Fasten geschrieben - Das gute Gefühl durch bewussten Verzicht.

Da ich seit einiger Zeit dabei bin, mein Leben nach meinen Wünschen zu gestalten und auch immer wieder Neues ausprobieren will, habe ich mich der Herausforderung gestellt und die 40 Tage bis Ostern genutzt, auf Industriezucker und Getreideprodukte zu verzichten. Die ersten Tage waren eine echte Herausforderung. Ich liebe es, einen köstlichen Eisbecher zu genießen, Schokolade zu essen und ein wunderbares Stück selbstgemachte Torte ist ein Genuss für mich 😊

Zu Anfang war ich sehr euphorisch, dann traten die ersten Entzugserscheinungen auf. Vor allem, wenn die Tage mit vielen Terminen gefüllt waren.

Der bewusste Verzicht bedeutete für mich, mich damit auseinanderzusetzen, wieso, weshalb, warum esse ich Süßes? Wirklich nur aus Genuss? Nein, lautet die Antwort. Aus Bequemlichkeit, zur Belohnung, aus Routine, aus Frust ….

Es ist nicht die Lust auf Süßes, die dafür sorgt, dass ich zu Süßigkeiten gegriffen habe. Es ist vielmehr mit der Idee, mir mit Schokolade und Nudeln etwas „Gutes“ zu tun verbunden. Hier spielen ganz klar Erinnerungen aus der Vergangenheit und die damit gekoppelten Emotionen, also die emotionalen Verstrickungen, eine Rolle.

Das Weglassen der süßen Snacks beendete die Strategie an anstrengenden Tagen oder in Stressmomenten auf Süßes zurückzugreifen. Ich musste raus aus der Komfortzone. Musste lernen auch „nein“ zu sagen. „Nein“ zu einer Eiseinladung, zu einem liebevollgebackenen Kuchen… und damit auch „Nein“ zu Menschen, die mir etwas Gutes tun wollten.

Auf der anderen Seite bedeutet das „Nein“ auch ein „Ja“ zu meinem Ziel, zu meinen Interessen und zu mir.

Mein Fazit:

Diese Erfahrungen der letzten Wochen möchte ich nicht missen. Durch das bewusste Weglassen habe ich neue Denkanstöße bekommen, bin wacher und konzentrierter. Ich habe wieder mehr Kontrolle über mein Leben. Weiß, was mir wirklich gut tut. Und über die drei überflüssigen Kilos freue ich mich auch.

Nicht nur die neu gewonnenen Freiheiten lösen ein gutes Gefühl bei mir aus. Auch die Erkenntnis, dass ich wieder etwas geschafft habe, stärkt mein Selbstbewusstsein. 

Ich wünsche jedem die Erfahrungen, etwas Neues auszuprobieren.

Judith Menne

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