• Andrea Hohmann

Frage der Woche 36

… Kann ich das beeinflussen?

Schluss mit dem Jammern.

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

Buddha

Das Jammern und Klagen ist inzwischen ein Volkssport geworden. Wie viele Menschen fühlen sich als "Opfer" eines schweren, ungerechten Lebens. Als "Opfer" von Zeitdruck, Stress und Leistungsdruck.

Viele sind enttäuscht oder wütend auf andere Menschen wie Partner, Ex-Partner, Kollegen, Chefs, Lehrer, Verkäufer und auf das Wetter ;)

Die Welt müsste anders sein – besser. Die Jugend müsste höflicher werden, die Menschen müssten mehr Zeit haben, die Autofahrer sollten rücksichtsvoller fahren, der Verkäufer sollte freundlicher und motivierter sein und das Wetter sollte bitte immer richtig sein.

Das klingt so einfach: „Behalte deine Gedanken im Zaum, denn sie werden deine Worte sein. Behalte die Worte im Griff, denn sie werden dein Verhalten bestimmen. Aus Verhalten entstehen Gewohnheiten, die deinen Charakter darstellen, der schließlich dein Leben lenkt.“

Wer aufhört, sich zu beklagen, verändert sein Leben zum Positiven - hin zu mehr Frieden. Die großen Philosophen und Lehrer der Geschichte weisen seit Jahrtausenden darauf hin, dass wir durch unsere Gedanken unsere Welt gestalten. Und wer immer nur meckert, vergiftet sich selbst. Statt sich auf das zu konzentrieren, was einen stört und was man nicht will, sollte man also lieber das im Blick behalten, was alles wunderbar läuft, all das, was in unserem Leben gut ist. Wenn ich mir mein Leben anschaue, dann gibt es davon eine ganze Menge.

Wer das Jammern aus seinem Leben verbannt, ist zufriedener und glücklicher. Und wenn immer mehr Menschen aufhören, sich zu beklagen, können wir darüber sogar unsere Welt verändern!

Wahrscheinlich denkt jetzt jeder Leser: „Ich klage und beschwere mich nicht oft.“

So habe ich auch gedacht, bis ich das Buch von Will Bowen fand und bei seinem Experiment mitgemacht habe.

Einen aktiven Weg, sich selbst zu verändern und damit auch anderen Vorbild für ein positives Verhalten zu sein, geht die mittlerweile weltweite „Aktion A Complaint free World“ um Will Bowen aus Kansas, Missouri voraus.

Will Bowen gab den Mitgliedern seiner Gemeinde eines Tages ein lila Gummiarmband, dass jedes Mal von einem zum anderen Arm bewegt werden sollte, wenn man sich selbst beim Nörgeln, Beschweren oder Lästern erwischte. Das Armband hilft, Bewusstsein dafür zu schaffen, wie häufig man sich beschwert, nörgelt und lästert und wie sich dieses Verhalten auf unser Leben auswirkt. Das Ziel: 21 Tage hintereinander beschwerdefrei zu bleiben. Die Aktion begann im Juli 2006. Mittlerweile sind mehrere Millionen Armbänder in über 100 Länder der Erde verschickt worden.

Jedes flexible Armband ist dafür geeignet.

• Beginnen Sie damit, dass sie das Armband am rechten oder linken Handgelenk tragen.

• Sobald sie sich dabei ertappen, dass Sie sich beklagen, sich beschweren, jammern, tratschen oder kritisieren, streifen Sie das Armband über das andere Handgelenk und beginnen von vorn.

• Halten Sie durch. Es kann viele Monate dauern bis Sie das Armband 21 Tage in Folge an einem Handgelenk tragen. Im Durchschnitt sind es vier bis acht Monate.

Warum 21 Tage?

Es dauert 21 Tage, bis ein Mensch eine neue Verhaltensweise so eingeübt hat, dass sie ihm zur Gewohnheit wird. Probieren Sie es aus! Und bleiben Sie entspannt: Wir reden nur über die Beschwerden und Nörgeleien, die Ihnen über die Lippen kommen. Bloße Gedanken zählen nicht. Aber Sie werden merken, dass sich im Lauf der Zeit auch gedankliche Klagen verflüchtigen.

Es ist nicht immer leicht, das können Andrea und ich bestätigen. Das Ergebnis ist wunderbar.

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Andrea Hohmann Gesundheitspraxis

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