• Andrea Hohmann

Frage der Woche 41

Dankbarkeit – eine Liebeserklärung an das Leben

Dankbarkeit ist der sicherste und zugleich edelste Weg zu Glück und Zufriedenheit. Und sie ist das perfekte Gegenmittel gegen Frust, Neid und Ärger.

Dankbarkeit ist eine Haltung und eine Lebenseinstellung. Sie ist nicht ein schnell daher gesagtes „Danke“. Dankbarkeit ist ein verborgenes Gefühl, zeigt sich still und leise. Auf lange Zeit gesehen ist Dankbarkeit ein enorm wichtiger Wesenszug, da er uns langfristig glücklich und ausgeglichen macht.

Gottseidank …

Ein reicher Mann beobachtet einen Bettler, wie dieser etwas aus einem Abfallkorb herausfischt. Der reiche Mann sagt sich: Gottseidank bin ich reich.

Der Bettler sieht einen Mann im Rollstuhl und sagt sich: Gottseidank kann ich gehen.

Der Rollstuhlfahrer sieht eine Ambulanz mit Blaulicht vorbeifahren und sagt sich: Gottesdank bin ich gesund.

Im Krankenhaus stirbt der Bettnachbar in einem Zweibettzimmer. Der Zurückgebliebene sagt sich: Gottseidank bin ich am Leben.

Schon die Freude über die kleinen Dinge des Lebens führt nachweislich zu mehr Glück und Zufriedenheit. Entwickeln wir eine dankbare Haltung gegenüber dem Leben, dann nehmen wir uns Zeit. Wir halten einmal Inne und besinnen uns auf das für uns Wesentliche. Und es gibt eine Menge, wofür wir täglich dankbar sein können.

Ein Mangel an Dankbarkeit fördert Neid, Unzufriedenheit, Missgunst und Ärger. Der Blick wird nur auf das Fehlende gerichtet und auf das, was alles schiefläuft. Vieles wird für selbstverständlich gehalten.

Auch die Wissenschaft bestätigt, dass eine dankbare Lebenseinstellung unser gesamtes Leben positiv und stärkend beeinflusst.

Soviel ändert sich, wenn wir Dankbarkeit leben:

· Wir wertschätzen unser Leben wieder mehr.

· Vor allem die kleinen Dinge.

· Wir werden selbstbewusster.

· Wir strahlen mehr Zufriedenheit aus und wirken so anziehender auf andere.

· Wir können Versuchungen besser widerstehen, weil wir weniger brauchen.

· Wir reagieren auf Veränderungen mit weniger Stress.

· Wir haben weniger Ängste.

· Wir erkennen mehr Chancen und Möglichkeiten.

· Wir werden gelassener gegenüber Krisen und können diese schneller bewältigen.

· Wir werden resilienter.

· Wir stärken unser Wohlbefinden und Selbstwertgefühl.

· Wir ebnen die Bahn für ein erfülltes Leben.

Dankbarkeit ist so flüchtig, wie ein Duft, wir müssen sie immer wieder einfangen.

Wir Menschen neigen dazu, uns an die Dinge zu gewöhnen, die wir haben und sie damit kaum noch wertzuschätzen. Mit dem Gewöhnungseffekt schwindet auch der Gedanke der Dankbarkeit die positive Wirkung.

Umso wichtiger ist es, sich immer wieder bewusst zu machen, wofür wir dankbar sein können – mit kleinen, doch wirkungsvollen Trainingsplänen.

Die 5-Finger-Methode: Ein Dankeschön mit jedem Finger

Unter den verschiedenen Tipps und Methoden, sich daran zu erinnern, wofür man dankbar sein könnte, gibt es eine besonders schöne von Elsbeth Martindale. Dafür benötigen wir nur unsere Hand und eine kleine Fingerübung.

Wenn Sie mal wieder unzufrieden sind oder einen kleinen Motivationskick brauchen, dann zählen Sie einfach Ihre Finger durch und erinnern Sie sich dabei an schöne, befriedigende und ermutigende Dinge in Ihrem Leben…

Kleiner Finger - Nennen Sie eine Sache, für die Sie in Ihrem Leben zutiefst dankbar sind.

Ringfinger - Erinnern Sie sich an eine Zeit und einen Menschen, den Sie aus tiefsten Herzen lieben oder geliebt haben sowie andere Menschen, für die Sie innige Gefühle haben.

Mittelfinger - Nennen Sie eine Sache, die Sie für einen anderen Menschen getan haben und wofür Sie sich gut fühlen. Überlegen Sie sich, bei wem Sie das wiederholen können. Etwa heute.

Zeigefinger - Zeigen Sie auf etwas Schönes in der Natur. Entdecken Sie etwas in Ihrem Umfeld, das Sie inspiriert und begeistert.

Daumen - Benennen Sie etwas, worauf Sie stolz sind. Machen Sie sich Ihre Stärken und Talente bewusst – und seien Sie stolz auf sich.

Die Hand-Idee hat viel Charme, weil sie erstens eingängig ist und sich zweitens jederzeit wiederholen lässt. Und sie verfehlt nie ihre Wirkung.

Wissenschaftler sind sich heute sicher, dass solche Dankbarkeitsübungen das Glücksniveau um 25 Prozent steigern, sowie stressbedingte Erkrankungen lindern können.

Indem wir Dankbarkeit trainieren, tun wir uns selbst und unseren Mitmenschen etwas Gute. Wir machen die Welt zu einem besseren Ort.

Danke

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Andrea Hohmann Gesundheitspraxis

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