• Andrea Hohmann

Persönlichkeitsentwicklung Teil II

Offenheit, Annahme, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität

Diese vier Eigenschaften sind ein Schlüssel zu einem erfüllenden, interessanten und gut gelebten Leben.

Sie beinhalten ein „Ja“ zu Veränderungen.

Eigene Werte, Meinungen und Vorstellungen von sich und der Umwelt zu haben ist eine wunderbare Sache. Doch konservatives Denken, Verschlossenheit, Unmut und Groll bedeuten Stillstand.

Offenheit bedeutet, dass wir offen und neugierig auf das Leben mit seinen Gegebenheiten reagieren. Erst einmal hinhören und hinschauen.

Annahme bedeutet, dass wir „ja“ sagen, zu dem was ist. Wir müssen die Dinge oder Situationen nicht gutheißen, nur sagen: „Aha, so ist das.“

Von dieser Position aus, gibt es vieles zu entdecken. Neue Denkweisen, neue Lösungen, neue Menschen und vielleicht seine eigenen, wirklichen Bedürfnisse und Interessen. Indem wir innehalten, offen sind und annehmen was ist, reagieren wir nicht wie wir es schon immer getan haben, sondern geben uns die Möglichkeit für ein neues Verhalten.

Anpassungsfähig bedeute, dass wir uns der Situation anpassen. Wir reagieren nicht unbedacht, sondern Überlegt.

Flexibilität bedeutet ebenfalls die Fähigkeit, sich auf veränderte Bedingungen einzustellen.

Offenheit, Annahme, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität stehen nicht, für planloses Ändern unserer Ziele und Wertvorstellungen. Es steht auch nicht für Sprunghaftigkeit, verbiegen und verbiegen lassen. Vielmehr sind es Fähigkeiten, mit veränderten Situationen angemessen umzugehen. Sie bieten uns neue Verhaltensalternativen.

Es allen recht machen zu wollen, sich immer und jeder Meinung flexibel anzupassen, führt zu Zerrissenheit und Erschöpfung. Wer es versucht, wird sich zwangsläufig verzetteln, verliert sein Ziel aus den Augen und opfert obendrein sein Rückgrat. Das kann nicht gut gehen.

Wir verlieren dabei leicht unsere Individualität und Glaubwürdigkeit. Der Verdacht liegt ja auch nahe: Wer sich jedem Widerstand beugt, besitzt weder Standfestigkeit noch Durchsetzungskraft. So jemand wird nie andere anleiten können, im Gegenteil, er wird bereits geführt – von allen.

Muss ich oder will ich?

Kommt die Anforderung nach Offenheit, Annahme, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität von außen, wird es schnell ein „müssen“ und als anstrengend und schwer empfunden. Und oft fällt es uns auch deshalb so schwer, weil es uns zu einem radikalen Bruch mit lieb gewonnenen Gewohnheiten zwingt.

„Wollen“ wir etwas für unser persönliches Wohlbefinden oder zur Weiterentwicklung, dann werden Offenheit, Annahme, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität als leicht empfunden. Sobald wir einen Sinn darin sehen offen und flexibel zu sein, fällt es uns viel leichter.

Wie will ich sein? Wie kann ich sein? Wie muss ich sein?

Annahme, Offenheit, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität ist eine Einstellungssache und trainierbar.

Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.

(Heraklit von Ephesus)

Im Grunde besitzen wir alle die Fähigkeit zur Veränderung, denn sonst wären wir nicht so weit gekommen.

Doch was haben Sie davon, wenn Sie Ihre Fähigkeit ausbauen? In welchen Lebensbereichen wird sich das positiv auswirken?

Und wie können Sie nun die Fähigkeiten Offenheit, Annahme, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität trainieren?

Sein Sie offen für andere Gedanken, Ideen und Möglichkeiten.

Lesen Sie Biografin, beschäftigen Sie sich mit ganz neuen Themen, gehen Sie ins Museum und ins Theater, fragen Sie andere Menschen nach ihrer Meinung, zetteln Sie neue Gesprächsthemen im Freundeskreis an.

Beginnen Sie damit jedes Andere in Ihrem Alltag willkommen zu heißen – sagen Sie in Gedanken: „Hallo Veränderung!“ und bedanken Sie sich für das Trainingsfeld.

Viele Wege führen nach Rom.

Suchen Sie immer mindestens eine zweite Lösungsmöglichkeit.

Planen Sie bewusst bei Projekten, Zielen oder anderen Vorhaben mögliche Hindernisse und eventuelle Störfaktoren mit ein. Schmieden Sie daraufhin Plan B. Somit bekommt ihr Projekt Stabilität und Sie sind auf überraschende Wendungen besser vorbereitet.

Machen Sie jeden Tag etwas, was Sie noch nie gemacht haben.

Durchbrechen Sie Routine und eingefahrene Muster.

Wie können Sie noch zur Arbeit kommen?

Auf welche Art und Weise können Sie den Konflikt mit Kollegen, Mitarbeiter oder Kunden lösen?

Hören Sie Musik, die Sie noch nie gehört haben.

Gehen sie rückwärts die Treppen runter.

Probieren Sie neue Rezepte aus.

Suchen Sie sich eine neue Sportart.

Ein Schlussgedanke:

Offenheit, Annahme, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität gilt auch uns gegenüber.

Bleiben Sie offen für Ihre Ideen und Ihre Gedanken.

Nehmen Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse an. Selbst, wenn diese Wünsche im Moment nicht realisierbar sind. Sie sind ein Teil von Ihnen und wollen gesehen werden.

Ein „Nein“ zu anderen kann ein Anpassen an Ihre Bedürfnisse sein.

Geben Sie anderen Menschen die Möglichkeit deren Flexibilität zu trainieren, indem Sie sich nicht ständig anpassen.

Wir wünschen Ihnen viele neue Sichtweisen und Erkenntnisse und freuen uns auf Ihre Erfahrungen.

Judith Menne und Andrea Hohmann

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